Theatergruppe begeisterte mit „Hüttenzauber und andere Geheimnisse“
Mit der schwungvollen Komödie „Hüttenzauber und
andere Geheimnisse“ hat unsere Theatergruppe am
6.+7.Januar 2012 ihr Publikum restlos begeistert.
Die turbulente Geschichte, in der sich Chaos,
Intrigen und Wortwitz die Hand gaben, sorgte an zwei
Abenden für ein vollbesetztes Mutlanger Forum. Seit
1978 war es nun schon das 21. Mal, dass die
Theaterspieler des Musikvereins Pfersbach ein
Theaterstück auf die Bühne bringen. Neben der
bewährten Theatergruppe konnte dieses Jahr Stephanie
Kurz als neues Gesicht begrüßt werden und ihr
Bühnendebüt feiern.
Welchen chaotischen Verlauf ein Silvesterabend auf
einer einsamen Jagdhütte nehmen kann, wurde den
Zuschauern des Theaterstücks „Hüttenzauber und
andere Geheimnisse“ amüsant zu Gemüte geführt. Mit
ihrem Ehemann Siegfried Groß (gespielt von Wolf
Eisenmann) an Silvester vor dem Kamin einer
Jagdhütte zu sitzen, fand Birgit Groß (Beate Krieg)
doch so romantisch.
Dass Siegfried dieser Hüttenromantik jedoch nichts
abgewinnen konnte, zeigte sich schon beim Aufstieg
auf die Jagdhütte, wo sich dieser als Hypochonder
entpuppte und verzweifelt versuchte, mit einer
ausländischen Touristin (Manuela Beisswenger)
Kontakt aufzunehmen. Alles hätte so schön für Birgit
werden können, wenn ihr jämmerlicher Ehemann nicht
vornehmlich darauf bedacht gewesen wäre, sich mit
seiner umfangreichen Hausapotheke um seine
Gesundheit zu kümmern und möglichst keim- und
staubfrei zu überleben.
Mit der unerwarteten Ankunft von Birgits Bruder
Kurti Schmieder (Thomas Knödler) begann das
Verhängnis und immer mehr ungebetene Gäste tauchten
auf. Als der Revierförster Matthias Senner (Franz
Apeltauer) die unangemeldeten Gäste inspizieren
wollte, wurde er Augenzeuge eines vermeintlichen
Einbruches und lag plötzlich leblos auf dem Boden.
Als Kurti beichtete, dass noch ein Paar auf der
Hütte eintreffen würde, musste die Leiche
schnellstens beseitigt werden und so wurde der
augenscheinlich tote Revierförster kurzerhand in der
Sauna zwischengelagert. Bald schon trudelte Rolf
Kaiser (Andreas Schurr), der Chef von Kurti, mit
seiner Sekretärin Sabine Trost (Karin Schurr) ein,
mit der er ungestört ein amouröses Wochenende
verbringen wollte.
Auch das Flitterwöchnerpaar Volker und Silvia Müller
(Thomas Schildenberger und Stephanie Kurz) hoffte
auf romantische Tage. Doch das junge Eheglück wurde
durch die Eifersucht von Volker, der seine
Angebetete vor Männerblicken auf der abgelegenen
Jagdhütte beschützen wollte, auf die Probe gestellt.
Das unverhoffte Aufkreuzen von Rolfs argwöhnischer
Ehefrau Uschi Kaiser (Sigrid Schildenberger) machte
das Chaos perfekt. Als Vegetarierin mischte sie die
Gesellschaft gehörig auf und trieb sie mit Sushi und
Rohkostsalaten zur Verzweiflung.
Das Unheil nahm seinen Lauf als eine Reihe von
Missverständnissen, eine Leiche in der Sauna, ein
Hexenschuss im Rücken des Chefs sowie eine
betrunkene Sekretärin zu zahlreichen Versteckspielen
und überraschenden Wendungen führten. Zum Schluss
stellte sich aber vieles als Schein heraus, vom
angeblich toten Revierförster über etwaige Affären
bis hin zur Alkoholabstinenz von Siegfried, und für
die bunt zusammengewürfelte Silvestergesellschaft
begann das neue Jahr doch noch in trauter
Gemeinsamkeit.
Mit lautem Applaus wurden die Akteure nach den
Aufführungen zurück auf die Bühne geholt, was für
die Theatergruppe Lohn und zugleich Anerkennung für
die zahlreichen Stunden der Vorbereitung war. Ein
großes Lob gebührt auch den Regisseuren Albert
Hieber und Christa Hinderberger sowie der Souffleuse
Hildegard Neumaier, die dafür sorgten, dass ihre
Akteure punktgenau die Pointen setzten. Die
Theaterspieler bereiteten damit dem Publikum sehr
amüsante Theaterabende, bei denen sie ihre Rollen
mit viel Witz und Komik ausfüllten und die
Lachmuskeln der Zuschauer einmal mehr beanspruchten.
Abgerundet wurden die hinreißenden Spielpassagen, die mit viel Szenenapplaus belohnt wurden, durch die hervorragende und detailreiche Bühnengestaltung. Für den ersten Auftritt der Theatergruppe auf der Bühne im MutlangerForum wurden eigens neue Kulissen unter der Leitung von Franz Elser gebaut. Ebenfalls großer Dank geht an die Stylisten Beate Podhorny und Andi Hirschner, die die Theaterakteure perfekt in Szene setzten.
Die Theaterspieler sorgten für zahlreiche Lacher: (stehend von links) Christa Hinderberger, Thomas Schildenberger, Thomas Knödler, Andreas Schurr, Manuela Beisswenger, Franz Apeltauer, Hildegard Neumaier und Albert Hieber sowie (sitzend von links) Stephanie Kurz, Sigrid Schildenberger, Beate Krieg, Wolf Eisenmann und Karin Schurr.
Rückblick Theateraufführung „Kohle, Moos und Mäuse“ vom 03. und 04. Januar 2009
30 Jahre Theater
In diesem Jahr hatte der Musikverein Pfersbach ein kleines Jubiläum
zu feiern – 30 Jahre Theater beim Verein. Seit 1978 war dies das 20.
mal, dass die Theatergruppe des Musikvereins Pfersbach ein
Theaterstück aufgeführt hat.
Ein Grund für die langjährige Theateraktivität ist sicher auch, dass
neben der bewährten Gruppe der Theaterakteure ständig neue Gesichter
für die wochenlangen Proben und die abschließenden Aufführungen
gewonnen werden können. So hatten in diesem Jahr mit Julia Krieg,
Thomas Knödler, Jens Kinkel und Wolf Eisenmann gleich vier neue
Gesichter ihr Debüt.
Die Komödie begann mit dem Wunsch der Eltern aus Ihrem Sohn Michel
(gespielt von Jens Kinkel) einen „richtigen Mann“ zu machen. Da kam
Viehhändler Erich (Andreas Schurr) auf die Idee, Michel der dubiosen
Lolita (Julia Krieg) vorzuführen. Gleichzeitig wurde Erich gebeten,
den kranken Hofhund mit dem Schußapparat von seinen Qualen zu
erlösen. Die schwerhörige Oma Käte (Sigrid Schildenberger) und die
nicht gerade mit großer Intelligenz gesegnete Magd Leni (Beate
Krieg) verstanden dies jedoch falsch und vermuteten, Michel soll „um
die Ecke“ gebracht werden.
Als kurz darauf Lotterieinspektor Richard Reichmacher (Wolf
Eisenmann) auftauchte, um dem „Glückspilz“ Michel seinen Hauptgewinn
aus der Lotterie über 1 Million Euro zu überbringen, witterten die
Nachbarn Otto und Rosa (Thomas Schildenberger und Karin Schurr) ihre
Chance, zu Geld zu kommen. Kurzerhand wurde ihre Mag Leni als Michel
verkleidet, um den Geldgewinn in Empfang zu nehmen. Auch Michels
Eltern Albert und Magda (Franz Apeltauer und Manuela Beisswenger)
hatten zufällig von dem Millionengewinn ihres Sohnes erfahren.
Ebenso Viehhändler Erich und Lolita, die Michel jedoch in der Stadt
verloren hatte.
So begann eine
wilde Suche nach dem verschollenen Millionär, wobei jeder den
anderen beschuldigte, die Million und den verlorenen Sohn
mitgenommen zu haben. Der Polizist Heinz (Thomas Knödler) hatte
somit einige Ermittlungen zu führen. Das Chaos war perfekt, als der
tot geglaubte Michel plötzlich wieder auftauchte – in Begleitung
Lolitas, die den armen Jungen um seine Million bringen wollte.
Die Theaterakteure freuten sich, zwei mal vor einer vollbesetzten
Gemeindehalle spielen zu können, mit einem Publikum, das die Akteure
bei vielen Szenen mit regem Beifall unterstützte.
Der Beifall galt auch den Stylisten Beate Podhorny, Andi Hirschner
und Elmar Geiger sowie den hervorragend gestalteten Kulissen, die
von Jutta Hrusa und Roland Scheib gemalt wurden.
Die Souffleurin Hildegard Neumaier sorgte für die richtigen Worte an
den Stellen, wo sie mit den Regisseuren Christa Hinderberger und
Albert Hieber eingeübt wurden

Das Gruppenbild zeigt von links stehend Christa Hinderberger, Albert
Hieber, Franz Apeltauer, Manuela Beisswenger, Jens Kinkel, Beate
Krieg, Andreas Schurr, Thomas Knödler, Hildegard Neumaier. Sitzend
v.l. Sigrid Schildenberger, Julia Krieg, Karin Schurr, Thomas
Schildenberger und Wolf Eisenmann
Ein besonders "warmer" Tag 2007
Am
Freitag 05. Januar 2007 und Samstag 06. Januar 2007 führte die
Theatergruppe des Musikvereins Pfersbach das
Theaterstück "Ein besonders warmer Tag" auf.
Bei der Komödie handelt es sich um die allein erziehende Mutter und
Wirtin des Sonnenhofes, die durch einen Lottogewinn zu Geld gekommen
ist. Da sie schon immer "hoch hinaus" wollte, verleugnet sie ihre
einfache Herkunft. Von ihrem Geiz getrieben verhindert sie
eifersüchtig und besitz ergreifend jede Liaison ihres Sohnes
Heinrich. Die angehende Schwiegertochter könnte ja nur hinter ihrem
Geld her sein.
Da Heinrich sich eine Verletzung zuzieht, engagiert Alfons, der
Familienarzt und Freund von Heinrich, die als Mann verkleidete
Gesellschafterin Kathi für Heinrich.
Gemeinsam mit dem Knecht Sepp, der zum Butler James aufgestiegen
ist, ergeben sich so manche unerwartete Wendungen. Als dann noch zur
Pflege Heinrichs eine Krankenschwester eingestellt wird, nehmen die
Ereignisse ihren Lauf...

2005
2002
Theateraufführungen
Seit 1978 wird nun in der „Neuzeit“ wieder Theater gespielt.
Folgende Stücke wurden stets um die Weihnachtszeit aufgeführt:
1978: „Uff Spitz
ond Knopf“
Regie: Adolf Truggenberger
1979: „Die
g´mischte Sauna“
Regie: Adolf Truggenberger
1980: „Die
vermurkste Brautschau“
Regie: Adolf Truggenberger
1981: „Die
hölzerne Jungfrau“
Regie: Rolf Bauer
1982: „Der
verkaufte Großvater“
Regie: Rolf Bauer
1983: „Der
Gemeinderat auf Urlaubsreise“
Regie: Rolf Bauer
1984: „Dein
Auftritt Tante Frida“
Regie: Rolf Bauer
1985: „D´
Eisheilige und die Kalt Sophie“
Regie: Rolf Bauer und Hubert Hieber
1986: „Noi, des
halt i net aus“
4-Akter
Regie: Paul Kraus, Schwäbisch Gmünd, Vorstand des MV Durlangen
1987/88: „Der
scheinheilige Florian“
(Aufführungstermin am 2. und 3.Jan. 1988)
Regie: Paul Schurr
1989/90: „Uff Spitz
ond Knopf“
Regie: Paul Schurr
1991/92: „S´kommt
alles zamma“
(Aufführungstermin am 4. und 5.Jan. 1992)
Regie: Paul Schurr
1993/94: „Der
Gesundheitsapostel“
(Aufführungstermin am 5. und 6.Jan. 1994)
Regie: Paul Schurr
1995/96: „Der
gestohlene Backsteinkäse“
(Aufführungstermin am 6. und 7.Jan. 1996)
Regie: Paul Schurr
1997/98: „Zom Deifel
mit de Stern“
(Aufführungstermin am 3. und 4.Jan. 1998)
Regie: Paul Schurr
1999/00: „Die hölzerne
Jungfrau“
(Aufführungstermin am 7. und 8.Jan. 2000)
Regie: Christa Hinderberger und Albert Hieber
2001/02: „Der ledige
Bauplatz“
(Aufführungstermin am 4. und 5.Jan. 2002)
Regie: Paul Schurr
2004/05: „Komede auf
dr Küchabank“
(Aufführungstermin am 6. und 7.Jan. 2005)
Regie: Paul Schurr
2006/07 "Ein besonders warmer Tag"
2008/09 "Kohle, Moos und Mäuse"
1978 wurden zum Theaterstück „Uff Spitz ond Knopf“ durch die Handwerker des Musikvereins Pfersbach, insbesondere durch die Schreiner und Zimmerer, neue Kulissen für die Theateraufführungen gebaut, die bis heute im Einsatz sind.
Seit diesem Jahr fanden die Aufführungen stets in der Gemeindehalle in Mutlangen statt. Es wurde immer an zwei Aufführungen gespielt.
1979 wurde erstmals eine Tombola eingeführt, die bis heute in teilweise abgeänderter Form beibehalten wurde.
1986 wurde erstmals ein 4-Akter aufgeführt.
Die anderen Aufführungen von 1978 bis 2002 waren stets 3-Akter.
2005 wurde der 4-Akter zum 3-Akter gekürzt.
1996 war zum Stück „Der gestohlene Backsteinkäse“ Susanne Hauber als die Frau des Polizisten vorgesehen. Durch den Todesfall von Maria Hauber (+2.1.1996) musste kurzfristig eine Umbesetzung vorgenommen werden. Innerhalb von 4 Tagen arbeitete sich die bisherige Souffleurin Hildegard Neumaier in die Rolle ein. Franz Apeltauer kam dann neu zur Gruppe dazu und übernahm den Souffleur.
Zu diesem Stück wurde außerdem „Backsteinkäse“ serviert, der guten Absatz fand.
2003 wurde der Zwei- Jahreszyklus unterbrochen. Aufgrund der sehr umfangreichen Arbeiten zum Jubiläum 40 Jahre Musikverein Pfersbach wurde die Theateraufführung um ein Jahr verschoben.
Bis heute kommen die Theaterspieler und Theaterspielerinnen stets aus den Reihen der Mitglieder des Musikvereins Pfersbach und deren Familien
Weitere Geschichte des Theaters in Pfersbach:
(Diese Angaben konnten bei der Niederschrift dieser Aufzeichnungen nicht schriftlich belegt werden, sondern wurden durch Zeitzeugen in Erfahrung gebracht)
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg war der Mandolinenclub in Sachen Theater in Pfersbach aktiv.
Ab 1956 wurden die Theateraktivitäten durch den Sing- und Spielkreis wieder aufgenommen. Initiator war der Lehrer Girsch mit z.B. „Das Glückshäfele“. Die Aufführungen fanden im Gasthaus Rössle in Pfersbach im Saal des Obergeschosses statt.
Da dieser Saal natürlich beengte Raumverhältnisse bot, wurde das Schlafzimmer der „Schmieds Marie“ (an den Saal angrenzend) zum Bühnenaufgang und zur Künstler- Garderobe umfunktioniert und die Wirtin der Schmidde einfach ausquartiert.
Geld für Holz war nicht vorhanden, so wurden die Kulissen aus Abbruchholz und Latten von der Scheuer vom „Striebl“ gebaut. Bespannt wurden die Latten mit Rupfensäcken, die mit Tapeten überkleistert wurden. Diese labile Konstruktion konnte während einer Aufführung schon mal zu Fall kommen, auch deshalb, weil die Besucher aufgrund der Platzverhältnisse fast schon auf der Bühne saßen.
1961 bis 1967 wurden die Stücke im alten Schulhaus in Pfersbach im Saal aufgeführt. Ein Teil des Saals wurde hierbei zur Bühne umfunktioniert.
1968 wurde unter der Regie von Walter Girsch „Uff Spitz ond Knopf“ in der Halle in Großdeinbach aufgeführt. Bis zur Kreisreform gehörte Pfersbach bekanntermaßen ja zu Großdeinbach.
1969 bis 1978: Mangels Räumlichkeit fanden keine Aufführung mehr statt.