Theateraufführungen

 

Theateraufführung „Kohle, Moos und Mäuse“ vom 03. und 04. Januar 2009


30 Jahre Theater



In diesem Jahr hatte der Musikverein Pfersbach ein kleines Jubiläum zu feiern – 30 Jahre Theater beim Verein. Seit 1978 war dies das 20. mal, dass die Theatergruppe des Musikvereins Pfersbach ein Theaterstück aufgeführt hat.


Ein Grund für die langjährige Theateraktivität ist sicher auch, dass neben der bewährten Gruppe der Theaterakteure ständig neue Gesichter für die wochenlangen Proben und die abschließenden Aufführungen gewonnen werden können. So hatten in diesem Jahr mit Julia Krieg, Thomas Knödler, Jens Kinkel und Wolf Eisenmann gleich vier neue Gesichter ihr Debüt.

Die Komödie begann mit dem Wunsch der Eltern aus Ihrem Sohn Michel (gespielt von Jens Kinkel) einen „richtigen Mann“ zu machen. Da kam Viehhändler Erich (Andreas Schurr) auf die Idee, Michel der dubiosen Lolita (Julia Krieg) vorzuführen. Gleichzeitig wurde Erich gebeten, den kranken Hofhund mit dem Schußapparat von seinen Qualen zu erlösen. Die schwerhörige Oma Käte (Sigrid Schildenberger) und die nicht gerade mit großer Intelligenz gesegnete Magd Leni (Beate Krieg) verstanden dies jedoch falsch und vermuteten, Michel soll „um die Ecke“ gebracht werden.


Als kurz darauf Lotterieinspektor Richard Reichmacher (Wolf Eisenmann) auftauchte, um dem „Glückspilz“ Michel seinen Hauptgewinn aus der Lotterie über 1 Million Euro zu überbringen, witterten die Nachbarn Otto und Rosa (Thomas Schildenberger und Karin Schurr) ihre Chance, zu Geld zu kommen. Kurzerhand wurde ihre Mag Leni als Michel verkleidet, um den Geldgewinn in Empfang zu nehmen. Auch Michels Eltern Albert und Magda (Franz Apeltauer und Manuela Beisswenger) hatten zufällig von dem Millionengewinn ihres Sohnes erfahren. Ebenso Viehhändler Erich und Lolita, die Michel jedoch in der Stadt verloren hatte.

So begann eine wilde Suche nach dem verschollenen Millionär, wobei jeder den anderen beschuldigte, die Million und den verlorenen Sohn mitgenommen zu haben. Der Polizist Heinz (Thomas Knödler) hatte somit einige Ermittlungen zu führen. Das Chaos war perfekt, als der tot geglaubte Michel plötzlich wieder auftauchte – in Begleitung Lolitas, die den armen Jungen um seine Million bringen wollte.
 


Die Theaterakteure freuten sich, zwei mal vor einer vollbesetzten Gemeindehalle spielen zu können, mit einem Publikum, das die Akteure bei vielen Szenen mit regem Beifall unterstützte.
Der Beifall galt auch den Stylisten Beate Podhorny, Andi Hirschner und Elmar Geiger sowie den hervorragend gestalteten Kulissen, die von Jutta Hrusa und Roland Scheib gemalt wurden.

Die Souffleurin Hildegard Neumaier sorgte für die richtigen Worte an den Stellen, wo sie mit den Regisseuren Christa Hinderberger und Albert Hieber eingeübt wurden

 


Das Gruppenbild zeigt von links stehend Christa Hinderberger, Albert Hieber, Franz Apeltauer, Manuela Beisswenger, Jens Kinkel, Beate Krieg, Andreas Schurr, Thomas Knödler, Hildegard Neumaier. Sitzend v.l. Sigrid Schildenberger, Julia Krieg, Karin Schurr, Thomas Schildenberger und Wolf Eisenmann

 

 

Ein besonders "warmer" Tag 2007



 

Am Freitag 05. Januar 2007 und Samstag 06. Januar 2007 führte die Theatergruppe des Musikvereins Pfersbach das
Theaterstück "Ein besonders warmer Tag" auf.

Bei der Komödie handelt es sich um die allein erziehende Mutter und Wirtin des Sonnenhofes, die durch einen Lottogewinn zu Geld gekommen ist. Da sie schon immer "hoch hinaus" wollte, verleugnet sie ihre einfache Herkunft.   Von ihrem Geiz getrieben verhindert sie eifersüchtig und besitz ergreifend jede Liaison ihres Sohnes Heinrich. Die angehende Schwiegertochter könnte ja nur hinter ihrem Geld her sein.
Da Heinrich sich eine Verletzung zuzieht, engagiert Alfons, der Familienarzt und Freund von Heinrich, die als Mann verkleidete Gesellschafterin Kathi für Heinrich.
Gemeinsam mit dem Knecht Sepp, der zum Butler James aufgestiegen ist, ergeben sich so manche unerwartete Wendungen. Als dann noch zur Pflege Heinrichs eine Krankenschwester eingestellt wird, nehmen die Ereignisse ihren Lauf...
 

 

2005

 

 

2002

 

 

Theateraufführungen

 

                         

Seit 1978 wird nun in der „Neuzeit“ wieder Theater gespielt.

Folgende Stücke wurden stets um die Weihnachtszeit aufgeführt:

 

1978:         „Uff Spitz ond Knopf“
Regie: Adolf Truggenberger

 

1979:         „Die g´mischte Sauna“
Regie: Adolf Truggenberger

 

1980:         „Die vermurkste Brautschau“
Regie: Adolf Truggenberger

 

1981:         „Die hölzerne Jungfrau“
Regie: Rolf Bauer

 

1982:         „Der verkaufte Großvater“
Regie: Rolf Bauer

 

1983:         „Der Gemeinderat auf Urlaubsreise“
Regie: Rolf Bauer

 

1984:         „Dein Auftritt Tante Frida“
Regie: Rolf Bauer

 

1985:         „D´ Eisheilige und die Kalt Sophie“
Regie: Rolf Bauer und Hubert Hieber

 

1986:         „Noi, des halt i net aus“
4-Akter
Regie: Paul Kraus, Schwäbisch Gmünd, Vorstand des MV Durlangen

 

1987/88:    „Der scheinheilige Florian“
(Aufführungstermin am 2. und 3.Jan. 1988)
Regie: Paul Schurr

 

1989/90:    „Uff Spitz ond Knopf“
Regie: Paul Schurr

 

1991/92:    „S´kommt alles zamma“
(Aufführungstermin am 4. und 5.Jan. 1992)
Regie: Paul Schurr

 

1993/94:    „Der Gesundheitsapostel“
(Aufführungstermin am 5. und 6.Jan. 1994)
Regie: Paul Schurr

 

1995/96:    „Der gestohlene Backsteinkäse“
(Aufführungstermin am 6. und 7.Jan. 1996)
Regie: Paul Schurr

 

1997/98:    „Zom Deifel mit de Stern“
(Aufführungstermin am 3. und 4.Jan. 1998)
Regie: Paul Schurr

 

1999/00:    „Die hölzerne Jungfrau“
(Aufführungstermin am 7. und 8.Jan. 2000)
Regie: Christa Hinderberger und Albert Hieber

 

2001/02:    „Der ledige Bauplatz“
(Aufführungstermin am 4. und 5.Jan. 2002)
Regie: Paul Schurr

 

2004/05:    „Komede auf dr Küchabank“
(Aufführungstermin am 6. und 7.Jan. 2005)
Regie: Paul Schurr

 

1978 wurden zum Theaterstück „Uff Spitz ond Knopf“ durch die Handwerker des Musikvereins Pfersbach, insbesondere durch die Schreiner und Zimmerer, neue Kulissen für die Theateraufführungen gebaut, die bis heute im Einsatz sind.

Seit diesem Jahr fanden die Aufführungen stets in der Gemeindehalle in Mutlangen statt. Es wurde immer an zwei Aufführungen gespielt.

1979 wurde erstmals eine Tombola eingeführt, die bis heute in teilweise abgeänderter Form beibehalten wurde.

1986 wurde erstmals ein 4-Akter aufgeführt.

Die anderen Aufführungen von 1978 bis 2002 waren stets 3-Akter.

2005 wurde der 4-Akter zum 3-Akter gekürzt.

1996 war zum Stück „Der gestohlene Backsteinkäse“ Susanne Hauber als die Frau des Polizisten vorgesehen. Durch den Todesfall von Maria Hauber (+2.1.1996) musste kurzfristig eine Umbesetzung vorgenommen werden. Innerhalb von 4 Tagen arbeitete sich die bisherige Souffleurin Hildegard Neumaier in die Rolle ein. Franz Apeltauer kam dann neu zur Gruppe dazu und übernahm den Souffleur.

Zu diesem Stück wurde außerdem „Backsteinkäse“ serviert, der guten Absatz fand.

2003 wurde der Zwei- Jahreszyklus unterbrochen. Aufgrund der sehr umfangreichen Arbeiten zum Jubiläum 40 Jahre Musikverein Pfersbach wurde die Theateraufführung um ein Jahr verschoben.

Bis heute kommen die Theaterspieler und Theaterspielerinnen stets aus den Reihen der Mitglieder des Musikvereins Pfersbach und deren Familien

 

Weitere Geschichte des Theaters in Pfersbach:

(Diese Angaben konnten bei der Niederschrift dieser Aufzeichnungen nicht schriftlich belegt werden, sondern wurden durch Zeitzeugen in Erfahrung gebracht)

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg war der Mandolinenclub in Sachen Theater in Pfersbach aktiv.

Ab 1956 wurden die Theateraktivitäten durch den Sing- und Spielkreis wieder aufgenommen. Initiator war der Lehrer Girsch mit z.B. „Das Glückshäfele“. Die Aufführungen fanden im Gasthaus Rössle in Pfersbach im Saal des Obergeschosses statt.

Da dieser Saal natürlich beengte Raumverhältnisse bot, wurde das Schlafzimmer der „Schmieds Marie“ (an den Saal angrenzend) zum Bühnenaufgang und zur Künstler- Garderobe umfunktioniert und die Wirtin der Schmidde einfach ausquartiert.

Geld für Holz war nicht vorhanden, so wurden die Kulissen aus Abbruchholz und Latten von der Scheuer vom „Striebl“ gebaut. Bespannt wurden die Latten mit Rupfensäcken, die mit Tapeten überkleistert wurden. Diese labile Konstruktion konnte während einer Aufführung schon mal zu Fall kommen, auch deshalb, weil die Besucher aufgrund der Platzverhältnisse fast schon auf der Bühne saßen.

1961 bis 1967 wurden die Stücke im alten Schulhaus in Pfersbach im Saal aufgeführt. Ein Teil des Saals wurde hierbei zur Bühne umfunktioniert.

1968 wurde unter der Regie von Walter Girsch „Uff Spitz ond Knopf“ in der Halle in Großdeinbach aufgeführt. Bis zur Kreisreform gehörte Pfersbach bekanntermaßen ja zu Großdeinbach.

1969 bis 1978: Mangels Räumlichkeit fanden keine Aufführung mehr statt.